Institut für Allgemeinmedizin 

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Institut für Allgemeinmedizin – Ihr kompetenter Partner für allgemeinmedizinische Forschung, Aus- und Weiterbildung

In der medizinischen Lehre setzt das Institut für Allgemeinmedizin Berlin innovative Konzepte um und entwickelt diese weiter. Medizinstudierende erhalten so ein weitergehendes und umfassendes Verständnis für die hausärztliche und ambulante Tätigkeit. Das Institut für Allgemeinmedizin der Charité knüpft an die vielfältigen obligaten und fakultativen Lehrkonzepte an und ist mit externen Akteuren vernetzt. Unter anderem soll so die semesterübergreifende Verortung der Allgemeinmedizin im Medizinstudium gestärkt werden. 

Derzeit engagieren sich rund 300 allgemeinmedizinische Praxen in Berlin und Brandenburg als Lehrarztpraxen am Institut für Allgemeinmedizin. Die Kooperation bietet Studierenden die Gelegenheit, die hausärztliche Versorgung kennenzulernen und ermöglicht den Ärztinnen und Ärzten einen unmittelbaren Austausch mit den Studierenden, Nähe zu Lehrinhalten und die Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen des Instituts.

Der Schwerpunkt der Forschung in der Allgemeinmedizin liegt in der Analyse und Entwicklung von primärmedizinischen Versorgungsmodellen für eine bestmögliche ambulante Betreuung von Patienten und Patientinnen. Multiprofessionalität und Fragen optimierter Schnittstellen sind dabei wichtige Arbeitsfelder. Das Institut für Allgemeinmedizin entwickelt hierfür innovative Ansätze, setzt sie um und evaluiert sie wissenschaftlich. Die Integration der hausärztlichen Sicht und die kontinuierliche Rückkopplung der Ergebnisse an Patienten/Patientinnen und ihre Hausärzte/Hausärztinnen sind ebenfalls wichtige Anliegen.

Zur Stärkung der hausärztlichen Versorgung engagiert sich das Institut für den Aufbau allgemeinmedizinischer Kompetenzzentren. Diese unterstützen Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung (ÄiW) mit Seminaren und Mentoring während der Facharztausbildung und bieten gleichzeitig ein Trainingsprogramm für Weiterbildungsbefugte an. Ausbildungskonzepte des Medizinstudiums können so für die hausärztliche Weiterbildung genutzt werden. In enger Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, der Berliner Krankenhausgesellschaft und der Ärztekammer Berlin nahm 2018 das Kompetenzzentrum Weiterbildung Berlin seine Arbeit auf.


In Gedenken

Am Freitag, den 15.10.2021 verstarb völlig unerwartet

Dipl.-Med. Karl-Heinz Sewekow.

Wir verlieren mit ihm einen sehr engagierten Hausarzt, der sich sowohl für die Aus- und Weiterbildung als auch für die Forschung in der Allgemeinmedizin engagierte. Er war jungen Kolleg*innen nicht nur ein guter Lehrer, sondern auch zugewandter Mentor und Ratgeber und begeisterte viele von ihnen mit Herzblut und Humor für den Hausarztberuf.  

Wir sind in Gedanken bei seinen Angehörigen und Patient*innen.


Das leere Sprechzimmer

Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM) hat 2019 „Das leere Sprechzimmer“ als Erinnerungsort für die verdrängten, verfolgten und getöteten Menschen in und aus den Sprechzimmern praktischer Ärzt:innen zu Zeiten des Nationalsozialismus ins Leben gerufen. Das Institut für Allgemeinmedizin hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) und dem GeDenkOrt.Charité eine filmische Umsetzung des Projektgedankens realisiert – gefördert durch die Stiftung Charité. Auf Basis der medizinhistorischen Arbeiten von Rebecca Schwoch (UKE, Hamburg) und Judith Hahn (Medizinhistorisches Museum, Berlin), sowie des Tagebuchs der Berliner Ärztin Hertha Nathorff wurde ein Erinnerungsfilm zur Geschichte der Verfolgung jüdischer praktischer Ärzt*innen von 1933 bis 1945 in Zusammenarbeit mit TITANFILM (Mario Spiegel) gedreht. Die Beiträge wurden auf dem DEGAM-Kongress 2021 in Lübeck erstmals gezeigt. Das „Leere Sprechzimmer“ regte inmitten des lebendigen Kongressgeschehens zu Reflexionen und zum Innehalten an. Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung unserer Kooperationspartner*innen – insbesondere bei Mario Spiegel und seinem Team, aber auch bei Martin Scherer und dem DEGAM-Präsidium, sowie Jost Steinhäuser und der DEGAM-Kongressleitung in Lübeck für den großen Raum, den dieses Projekt auf dem Kongress einnehmen durfte.

Die Filme finden Sie hier: