Für betroffene Bürgerinnen und Bürger

Sollten Sie selbst oder Ihre Angehörigen betroffen sein, finden Sie hier weiterführende Links und Informationen.

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Informationen für betroffene Bürgerinnen und Bürger

Soll ich mich testen lassen?
Die Charité hat in Kooperation mit der gemeinnützigen Potsdamer Organisation Data4Life die CovApp entwickelt. Mit der CovApp und dem dahinterstehenden Fragebogen bekommen Berlinerinnen und Berliner bereits zu Hause eine Entscheidungshilfe, ob sie die Untersuchungsstelle aufsuchen sollten und ob ein COVID-19-Test sinnvoll ist:

FAQ-Liste der Charité zu SARS-CoV-2

Coronavirus-Update mit Prof. Dr. med. Christian Drosten, Direktor des Institus für Virologie der Charité,  beim NDR Podcast.

Für den Fall, dass Sie mit dem neuen Coronavirus infiziert sein könnten…

Die meisten Betroffenen werden den Atemwegsinfekt durch den Coronavirus wie eine Erkältungskrankheit selbst ohne medizinische Hilfe überwinden.
Sicher fragen Sie sich, ob Ihre Beschwerden überhaupt auf eine Corona-Infektion hinweisen oder ob es vielleicht ein einfacher Erkältungsinfekt ist. Auch diese können mit Fieber und Husten einhergehen.
Nutzen Sie die Charité-App. Hier wird Ihre spezielle Situation abgefragt und am Ende erhalten Sie Hinweise für die weitere Einschätzung und das empfohlene Vorgehen.

Grundsätzlich gilt:
Bleiben Sie zu Hause und nehmen Sie Hilfsangebote z.B. aus der Nachbarschaft an für notwendige Erledigungen. Hilfen finden Sie unter nebenan.de/corona sowie auf dem Portal https://www.coronaport.net/. Eine Eindämmung der Verbreitung kann nur erreicht werden, wenn wir alle möglichst wenig direkten Kontakt haben.

Sollten Sie Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Corona-Virus hindeuten können, sollten Sie keinen direkten Kontakt mehr mit anderen Menschen haben. Meiden Sie auch zuhause alle engen Kontakte unter zwei Metern; nutzen Sie die Räume möglichst getrennt oder zeitlich versetzt.

Wenn Sie chronische Vorerkrankungen haben oder sich sowieso in einem eingeschränkten Gesundheitszustand oder in einem fortgeschritteneren Alter befinden, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Durch Fieber haben Sie einen höheren Flüssigkeitsbedarf. Trinken Sie daher mehr als sonst. Dabei können Sie sich daran orientieren, dass Sie keinen trockenen Mund haben sollten und dass der Urin immer sehr „blass“, also nicht zu konzentriert aussieht.
  • Sie sollten sich körperlich schonen und viel ausruhen. Sie sollten aber auch nicht den ganzen Tag liegen. Machen Sie zwischendurch kleine Bewegungsübungen und lassen Sie regelmäßig frische Luft in Ihre Wohnung.
  • Grundsätzlich können Sie die gleichen Allgemeinmaßnahmen durchführen, mit denen Sie bei Erkältungen gute Erfahrungen gemacht haben.
  • Wenn Sie sich sehr krank fühlen und das Gefühl haben, dass Ihre Beschwerden eher zunehmen, nehmen Sie eher frühzeitig telefonisch mit Ihrer Hausarztpraxis Kontakt auf.
  • Wer sich aber anhaltend kurzatmig fühlt, keine ganzen Sätze mehr sprechen kann oder Kreislaufprobleme bekommt, der sollte ins Krankenhaus. Wenden Sie sich an den Bereitschaftsdienst der KV (116 117) oder in ganz dringenden Fällen an die 112

! Wichtig: Wenn Ihre Beschwerden eher zunehmen als besser werden, insbesondere wenn das Fieber steigt, der Husten schlimmer wird oder - allerspätestens - wenn Sie Gefühle von Kurzatmigkeit haben, wenden Sie sich unbedingt telefonisch an Ihre Hausarztpraxis, den Bereitschaftdienst der KV oder an die Notaufnahme eines Krankenhauses !

Nach unserem bisherigen Wissen betrifft dies die Mehrzahl der Menschen nicht.

Wenn Sie sonst gesund / in einem guten Gesundheitszustand sind und nun Symptome haben, die zu einer Corona-Infektion passen könnten, ist eine Testung nur unter Umständen empfohlen. Verwenden Sie die Charité-App für die Einschätzung Ihrer Situation oder wenden Sie sich telefonisch an die Senats-Hotline (siehe unten) oder an eine der Berliner Abklärungsstellen (siehe unten) mit der Frage, ob Sie getestet werden sollten. Die Empfehlungen können sich entsprechend der aktuellen Situation verändern. Es sollte vermieden werden, dass Sie unnötig unterwegs sind.
Wenn Sie niemanden erreichen können oder Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie nicht getestet werden können, gilt Folgendes: 

  • Wenn Sie Kontakt mit einer Person hatten, die einen positiven Corona-Test hatte, oder kürzlich in einem Risikogebiet waren, gehen Sie vorsichtshalber davon aus, dass Sie infiziert sind und bleiben Sie 14 Tage zu Hause. Auch Ihre Haushaltsangehörigen (Familie, WG) sollten in 14-tägiger Quarantäne bleiben.
  • Wenn Sie keinen Kontakt mit einer Test-positiven Person hatten und nicht kürzlich in einem Risikogebiet waren, könnte es dennoch sein, dass Sie infiziert sind. Hinweise zur Unterscheidung zu anderen Erkrankungen gibt die Tabelle. Sie sollten 7-14 Tage (je nachdem, wie sich der Infekt entwickelt) zu Hause bleiben. Ihre Haushaltsangehörigen (Familie, WG) sollten nach Möglichkeit auch 14 Tage zu Hause bleiben (weil Symptome evtl. erst nach bis zu 2 Wochen beginnen). Ihre Hausarztpraxis kann Ihnen telefonisch eine Krankschrift ausstellen.

Bitte haben Sie Verständnis,
- dass die Senatshotline evtl. überlastet ist
- dass die Kapazität für Tests begrenzt ist
- dass Ihre Hausarztpraxis evtl. wegen fehlender Schutzkleidung keine Corona-Sprechstunde anbieten kann.
Alle geben ihr Möglichstes und von allen ist solidarisches Verhalten erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie auf den entsprechenden Seiten der Charité 
der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (PatienteninformationHäusliche Isolierung), 
der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/
dem Robert-Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html
dem Bundesgesundheitsministerium: https://www.zusammengegencorona.de/
oder unter Patienteninformationen.de

Risikogebiete: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html
 

Adressen von Abklärungsstellen in Berlin

Patienten, die schwere Erkältungssymptome zeigen, können sich zur Testung an folgende Berliner Abklärungsstellen wenden. Der dort diensthabende Arzt entscheidet, ob auf eine Corona-Infektion getestet wird. Die Standorte:

  • Charité Campus Virchow-Klinikum: Mittelallee 1, 13353 Berlin, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Samstag und an Feiertagen von 8.00 bis 13.00 Uhr, Sonntag geschlossen.  Bitte vor Besuch bei Hotline 9028-2828 anrufen.
  • DRK Kliniken Berlin Köpenick: Ambulantes Diagnostikzentren, Salvador-Allende-Straße 2-8, Haus 5.3, 12559 Berlin. Der separate Eingang zur Abklärungsstelle ist nur über die Salvador-Allende-Straße zugänglich. Dieser befindet sich rechts, ca. 50 Meter entfernt vom Eingang des Ärztehauses der DRK Kliniken Berlin Köpenick. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag ab 9 - 12 Uhr. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aktuell maximal 50 Tests pro Tag durchgeführt werden können.
  • Vivantes Klinikum Prenzlauer Berg: Zugang über Diesterwegstrasse, 10405 Berlin Prenzlauer Berg, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Bitte vor Besuch bei der Hotline 9028-2828 anrufen.
  • Vivantes Wenckebach-Klinikum: Zugang über Albrechtstraße, 12099 Berlin, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 16 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Bitte vor Besuch bei Hotline 9028-2828 anrufen.
  • Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge: Herzbergstraße 79, 10365 Berlin, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 16 Uhr, an Feiertagen geschlossen
  • Corona-Abstrich-Zentrum: Taxistand am Estrel-Hotel, Ziegrastraße, 12057 Berlin. Seit dem 27. April ist ein Abstrich ausschließlich nach vorheriger Anmeldung und Vorlage eines amtlichen Personaldokuments am Abstrichzentrum möglich. Spontane Abstriche vor Ort sind ausgeschlossen. Die externe Anmeldung zum Abstrich erfolgt ausschließlich durch den Arbeitgeber und nur für Beschäftigte, die in Neukölln ihren Dienstort haben, über das Gesundheitsamt Neukölln.
  • Corona-Testzentrum: Zentraler Festplatz, Kurt-Schumacher-Damm 207, 13405 Berlin. Das Angebot richtet sich an Kontaktpersonen zweiten Grades und Reiserückkehrende mit Symptomen sowie an Pflege- und medizinisches Personal auch ohne Symptome. Wer sich testen lassen möchte, muss sich telefonisch beim Gesundheitsamt Mitte unter 9018-45271 anmelden und bekommt dann ein individuelles Zeitfenster mitgeteilt.
  • Drive-by Gesundheitsamt Reinickendorf: Teichstr. 65, 13407 Berlin. Das Angebot richtet sich an Personen aus Reinickendorf. Wenn Sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten und/oder Krankheitssymptome aufweisen und mobil sind, kontaktieren Sie für einen Termin im Drive-by bitte die bezirkliche Corona-Hotline unter 90294 5500

Hotline

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat seit dem 28. Januar 2020 eine Hotline geschaltet, unter der sich Berlinerinnen und Berliner, die befürchten, sich angesteckt zu haben, anrufen und sich beraten lassen können.

Die Hotline ist täglich von 8:00 – 20:00 Uhr unter (030) 9028-2828 zu erreichen.

Weitere Informationen erteilt die Berliner Verwaltung.

 

Folgende Informationen stellt der Berliner Senat auf der Seite "buergeraktiv das Engagement-Portal" zur Verfügung:

Die Corona-Seelsorge bietet einen Telefonservice für die Sorgen und Nöte der Menschen an: 030-403665885 (8 - 18 Uhr).

Lebensältere (ü60), die niemanden zum Reden haben, weil sie z.B. unter Quarantäne stehen, finden im Silbernetz ein offenes Ohr und Ermutigung. Die Hotline 0800 470 80 90 ist vertraulich und kostenlos.

Malteser Redezeit:
Anderen nah sein, wenn wir auf Abstand gehen müssen? Die Malteser bauen ihr Einsamkeits-Telefon „Redezeit“ aus. Wer sich über einen Anruf der Malteser freuen würde, kann sich telefonisch unter 030-348 003 269 oder per E-Mail unter Redezeit.Berlin(at)malteser.org melden.

Weitere psychosoziale Nothilfenummern unter: 

https://www.berliner-notruf.de/
Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.)