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Kiezmedizin - interprofessionelle hausärztliche Versorgung im Stadteil

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Kiezmedizin

Unter Kiezmedizin verstehen wir die interprofessionelle medizinisch-pflegerische Versorgung von Menschen vor Ort in ihrem Lebensumfeld. Wohnumfeld, Lebenssituation und soziales Netzwerk haben einen großen Einfluss auf Gesundheit und Krankheit. Daher sollten diese in der hausärztlichen Versorgung mitberücksichtigt werden. Für eine gute Gesundheitsversorgung vor Ort ist eine vertrauensvoll interprofessionelle Zusammenarbeit u.a. mit Pflegekräften, Apotheker:innen, Sozialarbeiter:innen und Therapeut:innen notwendig.

Im Bereich Kiezmedizin arbeiten wir mit verschiedenen Lösungsansätzen, um diesem Ziel näher zu kommen. So beschäftigen wir uns u.a. mit der Stärkung der interprofessionellen Zusammenarbeit bereits im Studium. Ein weiterer wichtiger Baustein sind unsere jährlichen Kiezmedizinworkshops, auf denen Stakeholder gemeinsam Forschungsergebnisse und Lösungsansätze diskutieren.

Forschungsprojekte

Keine bittere PILLE- Interprofessionelle Zusammenarbeit von Medizin- und Pharmaziestudierenden zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei Polypharmazie (Eva-PharMed/EvaPILLE-PharMed)

Projektleiterin:
Prof. Dr. Charlotte Kloft, Institut für Pharmazie, FU Berlin
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Harm Peters, Dieter Scheffner Fachzentrum, Charité - Universitätsmedizin Berlin
Prof. Dr. Christoph Heintze, Institut für Allgemeinmedizin, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Laufzeit: 05/2021 – 04/2023
Förderung: Lesmüller Stiftung, Eigenmittel FU Berlin und Charité – Universitätsmedizin Berlin
 

Projektinhalte:
Die zunehmende Komplexität der Versorgung von multimorbiden Patient*innen, die eine Vielzahl an Arzneimitteln gleichzeitig anwenden (Polypharmazie) stellt die Gesundheitsberufe sowohl in der Stadt als auch auf dem Land vor neue Herausforderungen. Interprofessionelles Arbeiten gewinnt daher immer mehr an Bedeutung für die patient*innenzentrierte Versorgung. Konstruktive interprofessionelle Zusammenarbeit wird in der Praxis jedoch häufig durch ungenügende Kommunikation, insbesondere an Sektorengrenzen, sowie durch fehlende Kenntnisse der Kompetenzen, Aufgaben und Arbeitsroutinen der anderen Berufsgruppe behindert.
Übergeordnetes Ziel der interprofessionellen Lehr- und Lerngesamtprojekte für Pharmazie- und Medizinstudierende zum Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit bei Polypharmazie“ ist es daher, bereits im Studium eine Basis für eine bessere Professionen-übergreifende Zusammenarbeit zwischen Apotheker*innen und Ärzt*innen im späteren Berufsalltag zu schaffen. 
Beide Teilprojekte werden im Rahmen einer Studie mit Hilfe eines Mixed-Methods Ansatzes evaluiert - qualitativ werden leitfadengestützte Einzelinterviews und quantitativ Prä-/Postfragebögen eingesetzt
Die Projektidee zu Eva-PharMed und Vorarbeiten seit Dezember 2018 wurden von der Gesellschaft für medizinische Ausbildung mit dem Preis für Innovative Lehrprojektideen 2020 ausgezeichnet.
 

Tandem Summer School für Pharmazie- und Medizinstudierende zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei speziellen Erkrankungen bzw. Patientengruppen (EvaTEAM-PharMed)

Projektleiterin:
Prof. Dr. Charlotte Kloft, Institut für Pharmazie, FU Berlin
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Christoph Heintze, Institut für Allgemeinmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin
Fachschaft Pharmazie Berlin e.V.

Laufzeit: 04/2022 – 03/2024
Förderung: Apothekerkammer Berlin, Eigenmittel FU Berlin und Charité –  Universitätsmedizin Berlin
 

Projektinhalte:
Die zunehmende Komplexität der Versorgung von multimorbiden Patient*innen, die eine Vielzahl an Arzneimitteln gleichzeitig anwenden (Polypharmazie) stellt die Gesundheitsberufe sowohl in der Stadt als auch auf dem Land vor neue Herausforderungen. Interprofessionelles Arbeiten gewinnt daher immer mehr an Bedeutung für die patient*innenzentrierte Versorgung. Konstruktive interprofessionelle Zusammenarbeit wird in der Praxis jedoch häufig durch ungenügende Kommunikation, insbesondere an Sektorengrenzen, sowie durch fehlende Kenntnisse der Kompetenzen, Aufgaben und Arbeitsroutinen der anderen Berufsgruppe behindert.
Übergeordnetes Ziel der interprofessionellen Lehr- und Lerngesamtprojekte für Pharmazie- und Medizinstudierende zum Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit bei Polypharmazie“ ist es daher, bereits im Studium eine Basis für eine bessere Professionen-übergreifende Zusammenarbeit zwischen Apotheker*innen und Ärzt*innen im späteren Berufsalltag zu schaffen. 
Beide Teilprojekte werden im Rahmen einer Studie mit Hilfe eines Mixed-Methods Ansatzes evaluiert - qualitativ werden leitfadengestützte Einzelinterviews und quantitativ Prä-/Postfragebögen eingesetzt
Die Projektidee zu Eva-PharMed und Vorarbeiten seit Dezember 2018 wurden von der Gesellschaft für medizinische Ausbildung mit dem Preis für Innovative Lehrprojektideen 2020 ausgezeichnet.
 

COVID-19 Pandemie und Obdachlosigkeit: qualitative Befragung zu Impfzugang und -akzeptanz

Obdach- und wohnungslose Menschen (OWM) haben eine geringere Lebenserwartung, eine höhere Prävalenz für somatische und psychische Gesundheitsprobleme und erleben einen erschwerten Zugang zu Gesundheitsversorgung. Dies liegt beispielsweise an fehlender Krankenversicherung, unzureichenden Möglichkeiten, auf Informationen zur Pandemie zuzugreifen oder an mangelndem Wissen seitens der behandelnden Personen.
OWM sind mit höheren COVID-19-Übertragungsraten und negativen Auswirkungen von Infektionsschutzmaßnahmen konfrontiert. So wurden aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen zum Beispiel viele Kapazitäten in Notunterkünften oder Tagesstätten reduziert. OWM sind also besonders von der COVID-19-Pandemie betroffen. Da viele nicht-pharmazeutische Kontrollmaßnahmen von OWM nicht umgesetzt werden können (z. B. zu Hause bleiben), sollte besonderes Augenmerk auf den Zugang zu präventiven Maßnahmen wie Impfungen gelegt werden.
Da es keine Forschung gibt, die die Impfeinstellungen von OWM in Deutschland untersucht, zielt diese qualitative Studie darauf ab, Einblicke in diese Themen zu gewinnen und Determinanten zu erforschen, die zu individuellen Einstellungen gegenüber COVID-19-Impfstoffen führen. Das Verständnis der Einflussfaktoren auf Impfeinstellungen im Kontext von Obdach- und Wohnungslosigkeit kann in Zukunft zum Beispiel bei der Entwicklung von Empfehlungen helfen, die auf die Reduktion von Hürden bei der Inanspruchnahme von präventiven Maßnahmen (wie Impfungen) abzielen.
Laufzeit: 06/2021 - heute
Ansprechpartner_innen:
Julianna Grune
Dr. med. Angela Schuster
Prof. Dr. med. Wolfram Herrmann
Kooperationsparter_innen:
Darius Savelsberg
Dr. med. Andreas Lindner
Marta Kobus
 

Lehre

In M24 haben wir bisher das Wahlpflichtfach „Kiezmedizin erleben und gestalten“ angeboten, für welches wir den Lehrpreis der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung 2018 erhalten haben. Konzept und Evaluation finden Sie publiziert unter www.egms.de/static/de/journals/zma/2019-36/zma001282.shtml Zukünftig wird das Konzept in ein gemeinsames Wahlpflichtfach mit der Geriatrie in M28 integriert.